Zum Inhalt springen

Kommunale Präventionsketten NRW

Das Landesprogramm „Kommunale Präventionsketten“ NRW zielt darauf ab, allen Kindern gleiche Chancen auf ein gelingendes Aufwachsen, auf gute Bildung und auf gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen – unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und vom Geldbeutel ihrer Eltern. Es geht darum, die gesamte Entwicklung des Kindes besser in den Blick zu nehmen, um den Familien bestmöglich und frühzeitig helfen zu können. Beginnend bereits in der Schwangerschaft bis hin zum Eintritt in das Berufsleben. Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, aber auch Kitas, Familienzentren, Schulen, Sportvereine, Jugendämter, Ärzte und die Polizei sollen dabei systematisch zusammenarbeiten.

Bereits im Jahr 2012 startete die Landesregierung Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung das Modellvorhaben „Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor“ als Teil einer langfristig angelegten Politik der Vorbeugung. Mithilfe der wissenschaftlichen Begleitung des Instituts für soziale Arbeit e. V. (ISA) begannen 18 Modellkommunen mit dem Auf- und Ausbau kommunaler Präventionsketten von der Schwangerschaft bis hin zum Übergang Schule-Beruf.

Nach der erfolgreichen ersten Modellphase wurde das Programm 2016 auf 40 Kommunen in ganz NRW ausgeweitet. Gemeinsam bilden die teilnehmenden Kommunen ein „Lernnetzwerk“, welches vom ISA fachlich begleitet und moderiert wird: So können die Fachkräfte und Akteure aus den Kommunen sich austauschen, gegenseitig von ihren Erfahrungen profitieren und erhalten zudem fachliche Impulse für die Entwicklung ihrer integrierten Handlungskonzepte vor Ort. Das Leitmotiv lautet: Kindern, Jugendlichen und deren Eltern frühzeitig genau die Unterstützungsangebote bieten zu können, die sie benötigen.

Ausblick: Die kommunalen Umsetzungsergebnisse und evaluierten Wirkungen aus dem Modellprogramm „Kommunale Präventionsketten NRW“ liefern wichtige Ansatzpunkte, um die Präventionspolitik des Landes Nordrhein-Westfalen weiterzuentwickeln und in die Fläche zu tragen – hin zu einem integrierten Präventionsansatz und somit flächendeckender Prävention im gesamten Land.