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Zertifikatskurs Jugendhilfeplanung

Die Jugendhilfeplanung wurde im SGB VIII als beteiligungsorientierte und wissensbasierte Fachplanung mit einem klaren Fokus auf die Interessen von Kindern, Jugendlichen und Familien konzipiert. Zahlreiche Elemente einer modernen Sozialplanung sind hier bereits vor 20 Jahren in die Regelpraxis der kommunalen Planung eingeführt worden. Insbesondere die Beteiligung von Nutzer*innen und Akteur*innen sowie die Rolle der Kommune als Moderatorin eines kommunalpolitischen und fachpolitischen Steuerungsdiskurses. Auch die Idee einer integrierten kommunalen Planung ist in diesem Konzept mit angelegt: Jugendhilfeplanung soll mit anderen kommunalen Fachplanungen verbunden werden. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an die Fachkräfte in diesem Aufgabenfeld – so vor allem in Bezug auf ihre Rolle und Aufgabe innerhalb der Kommunalverwaltung und im System der örtlichen Jugendhilfe.

Vor diesem Hintergrund werden die Anforderungen an dieaktuelle Planungspraxis deutlich. Für eine Etablierung der Jugendhilfeplanung als unverzichtbares Planungs- und Steuerungsinstrument auf kommunaler Ebene ist es notwendig, dass sie Basisdaten vorhält, fortschreibungsfähige Datenkonzepte entwickelt und ein professionelles Berichtswesen erstellt. Zudem muss sie in der Lage sein, vernetzt zu planen und komplexe Kooperationsstrategien zu implementieren, zu moderieren und zu pflegen. Von den Planungsfachkräften wird erwartet, dass sie sowohl über sozialwissenschaftliche und fachliche Kompetenzen verfügensowie besondere kommunikative Fähigkeiten mitbringen.

Der ISA/ISS-Zertifikatskurs Jugendhilfeplanung qualifiziert für die aktuelle Praxis der Jugendhilfeplanung. Er ist zukunftsorientiert ausgerichtet und vermittelt zielgruppen-spezifisch die neusten fachlichen Standards und Anforderungen. Er nimmt einerseits Bezug auf die rechtlichen sowie institutionellen Rahmenbedingungen und öffnet andererseits den Blick für aktuelle und zukünftige Entwicklungen in einem vielfältigen Arbeitsgebiet.

Die Intensivausbildung besteht aus 15 Seminartagen verteilt auf fünf Module (5 x 3 Tage). Zwischen den Seminarblöcken erledigen die TeilnehmerInnen themenspezifische Aufgaben. An mindestens drei Modulen bieten wir ein Coaching mit erfahrenen Trainer*innen an. Im Rahmen des Abschlusskolloquiums am Ende der Seminarreihe ist von allen Teilnehmenden ein eigenes Planungsprojekt vorzustellen.