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Traumasensibles Handeln in der Kita

»Bitte (k)eine Extrawurst«

Fortbildung für Fachkräfte zur traumapädagogischen Handlungssicherheit in der Arbeit mit Kindern und Eltern.

Trigger, Trauma & Stress. Diese Begriffe begegnen uns immer häufiger auch in pädagogischen Arbeitsfeldern wie Kindertagesstätten oder offenen Ganztagsschulen. Studien zeigen, etwa zwei Drittel aller Menschen erleben bereits in der Kindheit oder Jugend hochbelastende Lebensereignisse. Doch wie und wodurch entstehen Traumatisierungen? Wie erkenne ich Symptome oder Anzeichen? Und welche Strategien zur Entlastung und Beruhigung können im Alltag für Kinder und Eltern hilfreich sein?

Eine traumasensible Haltung entwickeln: Sicherheit und Selbstwirksamkeit als Anker

Unvorhersehbare Wutausbrüche, erhöhte Schreckhaftigkeit, scheinbar unmotivierte Widerstände, Abtauchen oder »Wegbeamen«. Viele Fachkräfte stellt dieses Verhalten vor Herausforderungen oder Unsicherheiten. Für viele Kinder und Eltern ist es jedoch ein Ausdruck von fehlendem Sicherheitserleben, zu viel Druck oder Ohnmachtsgefühlen. Das Wissen über die Wirkmechanismen von Stress und traumatischen Erfahrungen auf das (kindliche) Gehirn und das subjektive Erleben, sowie die Entwicklung einer traumasensiblen Haltung schaffen neue Verstehenszugänge – für mehr Verbindung statt Verurteilung. Sicherheit und Selbstwirksamkeit bilden dabei fundamentale Grundwerte für traumapädagogisches Handeln, das am Ende des Tages allen Kindern, Eltern und Kolleg*innen zugutekommt.

Inhalte der Fortbildung

  • Trauma und Gehirn: Erkenntnisse aus Traumaforschung und Neurobiologie; Definition von Trauma in Abgrenzung zu Stress und belastenden Erfahrungen

  • Entwicklungspsychologische & systemische Grundlagen: Die Bedeutung von sicherer Bindung, Beziehung, Gemeinschaft und Ressourcenorientierung

  • Traumasymptome erkennen: Abgrenzung von Traumasymptomen zu anderen Verhaltensauffälligkeiten im Kita-Alltag

  • Entwicklung einer traumasensiblen Haltung: Von professioneller Würde bis Humor – was Fachkräfte brauchen, um handlungsfähig und sicher zu bleiben.

  • Praxismethoden: Erarbeitung konkret einsetzbarer (Co-)Regulations-Tools für Kinder und Erwachsene sowie einer traumasensiblen Gesprächsführung mit Eltern und Kolleg*innen

  • Entwicklung eines traumasensiblen Umfeldes: Rückzugsräume, Partizipation & Transparenz

Ziele der Fortbildung

Diese praxisorientierte Fortbildung stärkt die traumasensible Handlungssicherheit im Team und eröffnet neue Zugangswege zu herausforderndem Verhalten. Sie befähigt Mitarbeitende in Kita und OGS, Traumasymptome zu erkennen und wirksame Strategien für Co-Regulation und Stressbewältigung zu verankern.

Kurz gesagt: Diese Fortbildung steht für mehr Sicherheit, mehr Verbindung und mehr pädagogisches Wachstum. Denn traumasensibles Handeln ist keine Methode – es ist eine Haltung, die im Alltag lebt: »Jedes Verhalten hat einen guten Grund – und den möchte ich verstehen lernen.«

Für wen ist diese Fortbildung geeignet?

Diese Fortbildung richtet sich an:

  • Fachkräfte und Mitarbeitende in Kindertagesstätten
  • Kitaleitungen und Fachberatungen
  • Nach Absprache: für Mitarbeitende in offenen Ganztagsschulen

Warum an dieser Fortbildung teilnehmen?

  • Verstehen statt verurteilen: Die Gutgründigkeit im Verhalten zu erkennen bedeutet:
    »Ich sehe dich«, »Ich nehme dich an« »Ich interessiere mich für dich«. Mit dieser Haltung wird Verbindung und Wachstum möglich.
  • Mehr Handlungssicherheit auch da, wo es schwierig wird:
    Neues Wissen eröffnet professionelle Handlungsräume, auch in Krisensituationen.
  • Direkter Praxistransfer:
    Gemeinsam erarbeitete Methodenübungen lassen sich unmittelbar in den Berufsalltag integrieren.

Referentin

Anna Donnay-Kortmann · erkenntnisreich*
Soziale Arbeit, B.A., Systemische Beraterin (FH), systemisch-konstruktivistische Didaktin
(SKD), Traumapädagogin und traumazentrierte Fachberaterin (DeGPT)