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DialOGStandorte

Dialog von Jugendhilfe und Schule in der Arbeits- und Lebenswelt OGS

DialOGStandorte ist ein im Zeitraum 2019 bis 2023 durch die Stiftung Mercator gefördertes Projekt, das gemeinsam von ISA und RuhrFutur durchgeführt wird. Ziel ist es, im Rahmen eines dreijährigen Qualitätsentwicklungsprozesses praxisbewährte Konzepte einer kindorientierten Ganztagsbildung modellhaft und gemeinsam mit der Praxis in fünf Ruhrgebietskommunen (weiter) zu entwickeln, zu erproben und als handlungsleitende fachliche Maxime zu implementieren. Dafür bedarf es der Etablierung eines Dialoges zwischen den zuständigen freien und öffentlichen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, den zuständigen schulischen Verwaltungseinheiten sowie jeweils vier offenen Ganztagsgrundschulen (OGS). Unter fachlicher Begleitung der Projektpartner werden geeignete Verfahren und Strukturen auf- und ausgebaut, welche dazu beitragen, die Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule sowohl auf der kommunalen Steuerungsebene als auch auf der operativen Ebene der Einzelschulen zu intensivieren. Ziel ist eine optimale Rahmung kindlicher Entwicklungs- und Bildungsprozesse sowie die Ermöglichung von Partizipation und Innovation. Zentraler Bestandteil dieses Prozesses ist die gemeinsame Verständigung auf ein interprofessionell abgestimmtes pädagogisches Gesamtkonzept, das den schulischen Vor- und Nachmittag entsprechend den kindlichen Entwicklungsbedürfnissen verbindet. Die entwickelten Konzepte, fachlichen Ansätze und gewonnenen Erkenntnisse werden am Ende des Entwicklungsprozesses zu einem Transferprodukt für die Fachpraxis in NRW gebündelt aufbereitet.

Die Weiterentwicklung der OGS wird multiprofessionell in inter- und intrakommunalen Netzwerken bearbeitet. Jede OGS kann bedarfsorientiert einen thematischen Fokus aus zwei Handlungsfeldern auswählen: »Lebenswelt Ganztagsschule« und »Arbeitswelt Ganztagsschule«.

Im Projekt werden jeweils Strukturen, Konzepte und Prozesse entwickelt und erprobt, die dazu geeignet sind, ein pädagogisches Gesamtkonzept zu etablieren:

Im Handlungsfeld »Lebenswelt Ganztagsschule« stehen die gemeinsame Erarbeitung einer partizipativen, kindorientierten Ganztagsbildung sowie die Entwicklung integrierter, pädagogischer Raumkonzepte im Vordergrund der gemeinsamen Arbeit aller am Projekt beteiligten Akteure und Akteurinnen.

Im Handlungsfeld »Arbeitswelt Ganztagsschule« stehen neben der Entwicklung arbeitsfeldspezifischer Qualifizierungskonzepte sowie Konzepten zur Intensivierung und
Qualifizierung multiprofessioneller Kooperationsbeziehungen, die Erarbeitung geeigneter Methoden und Maßnahmen zur Personalentwicklung, -gewinnung und -bindung im Fokus der gemeinsamen Arbeit aller am Projekt Beteiligten.

Auf der Praxisebene werden in den teilnehmenden OGS in systemübergreifenden Tandems geeignete Konzepte und Maßnahmen entwickelt und erprobt. Durch die gemeinsame Bearbeitung der sich aus den Handlungsfeldern ergebenden Fragestellungen, werden bestehende Strukturen der Qualifizierung, aber auch Formen der multiprofessionellen Zusammenarbeit vor Ort analysiert und (weiter-)entwickelt. Darüber hinaus soll der schul- und kommunenübergreifende Austausch in Themen-Netzwerken den Blickwinkel erweitern und dazu beitragen, neue Lösungsansätze zu erarbeiten.

Auf der Steuerungsebene der Kommunen soll die fach- und professionsübergreifende Zusammenarbeit der Systeme Jugendhilfe und Schule nachhaltig durch die Entwicklung geeigneter Strukturen, Konzepte und Verfahren (bspw. integrierte Schul- und Jugendhilfeplanung, überörtlicher Qualitätsdiskurs mit Trägervertretungen) entwickelt bzw. intensiviert werden. Hierbei geht es u.a. um die Entwicklung abgestimmter Konzepte der ressortübergreifenden Kooperation unter Berücksichtigung der jeweiligen rechtlichen und fachlichen Aufträge.